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Fachgebiet LagerstättenforschungFachgebiet Lagerstättenforschung

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Mamorgewinnung am Berg Penteli, nordöstlich von Athen
Lupe

Im Strukturplan 2004 der Technischen Universität wurde den Geowissenschaften auferlegt, sich zukünftig rein ingenieurwissenschaftlich auszurichten und damit insbesondere Beiträge zu den definierten Zukunftsfeldern Wasser, Energie, Gestaltung von Lebensräumen sowie Mobilität und Verkehr zu leisten. Konsequenz dieser durch dramatische Kürzungsvorgaben der Hochschulverträge erzwungenen Neuorientierung war eine Reduzierung der geowissenschaftlichen Fachgebiete um sechs auf nunmehr fünf. Das Fachgebiet Lagerstättenforschung bzw. Lagerstättenkunde, das seit der im Jahre 1916 erfolgten Angliederung der Königlichen Bergakademie an die Technische Hochschule hier ohne Unterbrechung vertreten war, ist eines der Opfer dieser Entwicklung.

Schon zum Zeitpunkt der Kürzungsdiskussion wäre allerdings deutlich erkennbar gewesen, dass sich nicht nur bei den Energierohstoffen sondern auch bei den meisten mineralischen Rohstoffen zunehmend eine Verknappung einstellte, weil die Nachfrage in den bevölkerungsreichen Entwicklungs- und Schwellenländern außerordentlich stark angestiegen war. Die Bundesregierung sah sich jüngst zu einer neuen Rohstoffstrategie gezwungen, und mittlerweile hat, wie das den Rohstoffen gewidmete Heft 60 von TU International aus dem Jahre 2007 eindrucksvoll belegt, auch die Technische Universität diese neue Situation gewürdigt.

Das von der Fakultät VI in ihrem Entwicklungsplan für die Nachfolge der Lagerstättenforschung vorgesehene Fachgebiet Lagerstättengeologie und Rohstoffmanagement wäre hervorragend geeignet gewesen, der Rohstoffmangelsituation in Lehre und Forschung Rechnung zu tragen. Aufgabe dieses Fachgebiets wäre es nämlich gewesen, Konzepte und Methoden der Aufsuchung, Untersuchung, Bewertung und Nutzung von Ressourcen mineralischer Rohstoffe unter Berücksichtigung lagerstättengeologischer, rohstoffwirtschaftlicher, anwendungstechnischer und umweltrelevanter Gesichtspunkte zu entwickeln und anzuwenden. In den akademische Gremien hat dieser Vorschlag zwar Anklang gefunden, aber letztendlich waren die Sparvorgaben stärker.

Die ehemaligen Professoren und Dozenten der Lagerstättenforschung und ihre Mitarbeiter möchten aber das Feld nicht ganz sang- und klanglos räumen, sondern mit der Fortführung der Internetpräsenz dafür sorgen, dass Informationen über abgeschlossene und noch bestehende fachliche Aktivitäten auch weiterhin zugänglich bleiben. Nicht zuletzt liegt uns daran, auf diese Weise den Kontakt zu den ehemaligen Mitarbeitern und Studierenden aufrecht zu erhalten.

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