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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin

Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg Nr. 6

Nr. 6
Lupe

2006, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, herausgegeben von J. H. Schroeder

mit Beiträgen v. Johannes H. Schroeder, Gerda Schirrmeister,
Andreas Rentmeister, Marion Müller, Uwe Jekosch und Angela Ehling
unter Beteiligung von Otmar Hartenstein, Klaus Grunewald
und Ferdinand Damaschun


Buchhandelspreis 12,50 EUR

Verlagsinformationen

Schroeder, J. H., Hrsg., 2006: Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin - Gesteinskundliche Stadtbummel zwischen Alexanderplatz und Großem Stern. 2. erweiterte und verbesserte Auflage - Führer zu Geologie von Berlin und Brandenburg (Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg) Nr. 6, XII + 276 S., 184 Farb- u. 23 SW-Fotos, 37 mehr- u. 44 zweifarbige Grafiken; 2 Faltprofile, 2 Falttafeln, 4 Faltkarten; 14 Tabellen - ISBN 978-3-928651-12-7 Buchhandelspreis € 12,50

Mit diesem Führer wird der Leser/Nutzer nicht wie von Geowissenschaftlern erwartet in die Landschaft, in Kiesgruben oder Steinbrüche geführt, sondern mitten in die Stadt, zu den Fassaden von Bauwerken aller Art mit ihrem Bauschmuck, zu Böden innerhalb und außerhalb von Gebäuden, in die Gebäude zu Wänden und Säulen, zu Pflaster auf Straßen und Gehwege, zu Brunnen, Brücken und Denkmälern, insbesondere deren Sockeln. Mitten in Berlin kann man anhand von 233 Geteine im Alter von 2.687.7 Millionen bis zu 5.000 Jahren die Erdgeschichte und das ganze Spektrum von Gesteinstypen vom Granit über den Kalkstein bis zum Schiefer erkunden.

Zunächst wird ein Überblick über den Untergrund Berlins gegeben: Man fährt gewissermaßen im Fahrstuhl durch etwa 300 Millionen Jahre Erdgeschichte und über 5.000 m Gesteins-Schichten, wobei insbesondere das Nutzungspotenzial der durchfahrenen Gesteine angesprochen wird. Sodann gibt eine elementare Einführung in die Gesteinskunde Informationen über Bildungsweise, Merkmale und Eigenschaften der verschiedenen Gesteine, wobei bereits hier in Berlin verwendete Gesteine als Beispiele herangezogen werden. Es folgen Hinweise zu der Arbeit an Gesteinen von Erkundung bis zu Gewinnung und Verarbeitung, an der viele Fachgebiete beteiligt sind, und zu der Ver- und Bearbeitung der Gesteinsoberfläche. Der allgemeine Teil schließt mit historischen Übersichten der Entwicklung des Gebrauches von Steinen in Berlin, des Abbaus einiger in Berlin verwendeter Steinsorten und des Baus und der Architekten der im Folgenden betrachteten Gebäude.

Dann geht es auf die Wanderschaft: Anhand von vier Faltkarten wird von Osten (Bhf. Alexanderplatz) nach Westen (Siegessäule) geführt. Wo nur Steine an Fassaden oder Sockeln zu betrachten sind, ist das gleich in den Karten angegeben. Größere Ensembles wie Nikolaiviertel, Museumsinsel und Pariser Platz sind kollektiv behandelt. 19 Gebäude, an und in denen mehrere oder viele Naturwerksteine verwendet wurden, etwa das Roten Rathaus (21 Steinsorten), Berliner Dom (41), Staatsoper (26) oder Haus der Kulturen der Welt (11) sind im Detail vorgestellt, mit zahlreichen Farbfotos, mit Grund- und Aufrissen, die die Verteilung der Steinsorten zeigen; baugeschichtliche Steckbriefe, z.T. zusätzlich Architektensteckbriefe stellen die Nutzung der Naturwerksteine in den Rahmen von Architektur und Baugeschichte. Hinzu kommen Denkmäler oder Denkmals-Komplexe, Brücken und Brunnen, Ensembles von Kunstwerken (Skulpturenwiese) oder von Steinen (Global Stone Projekt). Die Fülle des Gebotenen ist sicher nicht in einem Spaziergang zu bewältigen, aber sie soll anregen, in den verschiedenen Bereichen der Bezirke Mitte und Tiergarten genauer hinzuschauen - und nicht nur dort.

Ausführliche Tabellen stellen die angetroffenen Steinsorten systematisch nach Typen geordnet mit Handelsnamen, Herkunft, Alter, Petrographie und je einem Beispiel aus dem Exkursionsbereich vor. Allgemeine Literaturangaben sind in einem Verzeichnis gesammelt, spezielle bei den entsprechenden Objekten aufgeführt. Die Erläuterung von Fachausdrücken - auch wenn sie möglichst sparsam verwendet wurden - ist wichtig, weil der Führer den für interessierten Laien verständlich sein soll, aber auch für die Vertreter verschiedener mit dem Stein befasster Fachgebiete, von denen jeder in den anderen beteiligen Gebieten ja auch interessierter Laie ist.

Der in diesem Band gebotene Informationsstand ist den jeweiligen Kenntnissen und unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Autoren zu verdanken; sie sind z.T. wissenschaftlich in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sowie der Technischen Universität Berlin tätig, z.T. freiberuflich in den Bereichen Natursteinberatung/-begutachtung und Restaurierung. Ganz wesentlich haben viele Weitere beigetragen: Die Nutzer/Eigner der Gebäude, die diese bereitwillig geöffnet haben, die für die einzelnen Bauten oder Denkmäler Verantwortlichen wie auch die an Planung, Bau und/oder Wiederherstellung beteiligten Firmen und Fachleute mit vielfältigen Mitteilungen und Hinweisen. Häufig wurden noch Zeitzeugen gefunden, die den Mangel an recherchierbaren Unterlagen bei manchen Objekten wettmachen konnten.

Gegenüber der ersten Auflage sind 37 % (= 64) Gesteinssorten, 27 % Farbfotos, 35 Mehrfarb-Grafiken und 46 Seiten hinzugekommen - übrigens bei unverändertem Preis. Des Weiteren sind die Steinsorten soweit wie anwendbar nach der in Deutschland gültigen EN Norm 12440 in der Fassung von 2001 bezeichnet und die Gesteinstabellen völlig überarbeitet worden. Es sind u.a. Museumsinsel, Nikolaiviertel sowie Pariser Platz und das Regierungsviertel neu aufgenommen, weiter der Bahnhof Alexanderplatz, das Dom-Aquarée, die Häuser unter den Linden 1, 32 - 34 und 76 und das Haus der Kulturen der Welt sowie die Skulpturengruppe „Aufstand der Frauen“, die Skulpturenwiese und das Global Stone Projekt. Für zuvor bereits beschriebene Bauwerke, Denkmäler etc. sind Restaurierungen wie auch Korrekturen eingearbeitet. Alle Karten sind neu angelegt, viele Zeichnungen ergänzt und verbessert, worden. Das Kapitel über den Berliner Untergrund ist neu konzipiert und erarbeitet worden, um der Geologie weniger nahe stehenden Lesern/Nutzern den Zugang zum eigenen Standort zu erleichtern.

Herausgeber und alle Autoren dieser Auflage waren bereits an der ersten maßgeblich beteiligt. Sie haben kritische Hinweise und Ergänzungen von Nutzern und Fachleuten dankbar aufgenommen; das insgesamt sehr positive Echo war Ansporn für die Erarbeitung einer Neuauflage, die hiermit vorgelegt wird.

Inhalt
Inhaltsverzeichnis
III + IV
Was ist neu oder anders in der zweiten Auflage ?
V
1 Vorwort
J.H. Schroeder
1
2 Berlins Untergrund: Worauf bauen wir ?
J.H. Schroeder
3
3 Naturwerksteine: Geowissenschaftliche Grundlagen
3.1. Einleitung: Der Kreislauf der Gesteine

J.H. Schroeder
31
3.2. Beschreibung und Namen der Gesteine

J.H. Schroeder
32
3.3. Magmatische Gesteine (Magmatite)

J.H. Schroeder
33
3.4. Sediment-Gesteine

3.4.1 Vorbemerkung

J.H. Schroeder
38
3.4.2 Sandsteine

A. Ehling
39
3.4.3 Karbonat-Gesteine

J.H. Schroeder
47
3.4.4 Salz-Gesteine

J.H. Schroeder
53
3.5. Metamorphe Gesteine (Metamorphite)

U. Jekosch
54
3.6. Zusammenfassung

J.H. Schroeder
59
4 Naturwerksteine: Von Erkundung zu Nutzung und Erhaltung
4.1. Die Beteiligten und die Einflussfaktoren
J.H. Schroeder
60
4.2. Verarbeitung von Naturwerksteinen
A. Rentmeister
62
5 Naturwerksteine: Historische Entwicklung des Gebrauchs in Berlin
A. Rentmeister, J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
68
6 Naturwerksteine von Ost nach West
6.1 Zwischen Alexanderplatz und Liebknechtbrücke

6.1.1 Bahnhof Alexanderplatz
J.H. Schroeder
74
6.1.2 Karl-Liebknecht-Strasse 9 -13
J.H. Schroeder
76
6.1.3 "Aufstand der Frauen"
J.H. Schroeder
78
6.1.4 Dom Aqurée

G. Schirrmeister & J.H. Schroeder
79
6.1.5 St. Marienkirche mit Geschiebekartierung v. A. P. Meyer & A. Ehling

U. Jekosch
80
6.1.6 Neptunbrunnen

J.H. Schroeder & U. Jekosch
85
6.1.7 Rotes Rathaus Architektensteckbrief H F. Waesemann

J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
86
6.1.8 Nikolaiviertel

J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
94
6.2. Zwischen Spree und Kupfergraben

6.2.1 Berliner Dom Architektensteckbrief J. C. Raschdorff

J.H. Schroeder, G. Schirrmeister & A. Ehling
99
6.2.2 Lustgarten
J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
116
6.2.3 Große Schale im Lustgarten

F. Damaschun, U. Jekosch & J.H.Schroeder
119
6.2.4 Weltkulturerbe Museumsinsel

G. Schirrmeister
121
6.2.5 Schloßplatz (ehemaliges Staatsratsgebäude) mit einem Beitrag von S. Grell

A. Ehling
131
6.2.6 Schloßbrücke Architektensteckbrief K. F. Schinkel

J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
137
6.3 Unter den Linden: Zwischen Schloßbrücke und Pariser Platz

6.3.1 Unter den Linden: Daten einer Lebensader

J.H. Schroeder
140
6.3.2 Deutsches Historisches Museum (Zeughaus u. Ausstellungshalle)

J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
141
6.3.3 Neue Wache

J.H. Schroeder
146
6.3.4 Pflaster - nicht nur Unter den Linden

U. Jekosch & J.H. Schroeder
147
6.3.5 Generäle der Befreiungskriege

J.H. Schroeder
151
6.3.6 Staatsoper Unter den Linden Architektensteckbriefe G. W. v. Knobelsdorff und R. Paulick

J.H. Schroeder & O. Hartenstein
152
6.3.7 St.-Hedwigs-Kathedrale

G. Schirrmeister & J.H. Schroeder
172
6.3.8 Humbold-Universität zu Berlin

U. Jekosch & J.H. Schroeder
176
6.3.9 Denkmal Friedrichs II.
U. Jekosch, G. Schirrmeister & J.H. Schroeder
181
6.3.10 Staatsbibliothek (Haus 1) Architektensteckbrief Ernst v. Ihne
A. Ehling
182
6.3.11 Unter den Linden 17
U. Jekosch
186
6.3.12 Muschelkalk Unter den Linden
J.H. Schroeder
188
6.3.13 Pariser Platz: Geschichte und Randbebauung
J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
190
6.3.14 Brandenburger Tor Architektensteckbrief C. G. Langhans d. Ä.

U. Jekosch, F. Damaschun & J.H. Schroeder
194
6.4. Tiergarten: Pariser Platz - Großer Stern

6.4.1 Stadtgeschichtlicher Überblick
J.H. Schroeder
198
6.4.2 Sowjetisches Ehrenmal
K. Grunewald & U. Jekosch
199
6.4.1 Das Global-Stone-Projekt

J.H. Schroeder
202
6.4.4 Reichstag Architektensteckbrief P.Wallot & N. Foster

A. Ehling
205
6.4.5 Haus der Parlamentarischen Gesellschaft

A. Ehling
210
6.4.6 Moltkebrücke mit Uferanlagen

J.H.Schroeder & G. Schirrmeister
211
6.4.7 Skulpturenwiese am Platz der Republik

G. Schirrmeister
214
6.4.8 Haus der Kulturen der Welt

J.H. Schroeder & G. Schirrmeister
216
6.5.5 Siegessäule und umgebende Bauteile

U. Jekosch
220
7 Schäden an und Sanierung von Naturwerksteinen
A. Rentmeister & U. Jekosch
225
8 Tabellarische Übersichten: Naturwerksteine im Zentrum von Berlin
G. Schirrmeister
8.1. Naturwerksteine in alphabetischer Folge (Handelsnamen)

234
8.2. Petrographische und historische Systemantik

8.2.1 Magmatite - Plutonite / Ganggesteine - Vulkanite / Vulkano-Klastite

240/245 246/247
8.2.2 Sandsteine

248
8.2.3 Karbonat-Gesteine (einschließlich Marmore i.w.S)

251
8.2.4 Salz-Gesteine / Sulfat-Gesteine

260
8.3.5 Metamorphite (ohne Marmore i.w.S)

261
9. Literatur
J.H. Schroeder
263
10. Fachausdrücke
M. Müller
268
Regionale Literatur und bisher erschienene Führer
VII
Die Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V.
XII

Zusatzinformationen / Extras

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