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TU Berlin

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500 Jahre "Nassauer Marmor" bzw. "Lahnmarmor" aus der Lahnmulde (Rheinisches Schiefergebirge)

, TFH Georg Agricola für Rohstoff, Energie und Umwelt zu Bochum, Herner Straße 45, 44787 Bochum.

Etwa 500 Jahre lang - bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts - sind in mehreren Dutzend Steinbrüchen beiderseits der Lahn Kalksteine als Naturwerksteine abgebaut worden, für die sich zunächst der Handelsname "Nassauer Marmor", im letzten Jahrhundert dann die Bezeichnung "Lahnmarmor" eingebürgert hat. In geologischer Hinsicht handelt es sich um ehemalige Riffkalke aus der Zeit des Mittel- bis Oberdevons, die in der Lahnmulde des Rheinischen Schiefergebirges aufgeschlossen sind.

Lahnmarmor ist in zahlreichen Bauten auf der gesamten Welt - bevorzugt im Innenbereich - verwendet worden, so im Empire State Building in New York, in der Moskauer Metro, aber auch in vielen Schlössern, Kirchen und Profanbauten in Deutschland, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Der 1998 gegründete Verein "Lahn-Marmor-Museum" hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, die Geschichte von Abbau, Verarbeitung und Verwendung zu erforschen und zu dokumentieren. Der Vortrag beleuchtet auch die bisherigen Erfolge des noch jungen Vereins, zu denen die Einrichtung eines "Lahn-Marmor-Wegs" (1999), die Überdachung eines ehemaligen Lahnmarmor-Steinbruchs mit einem Zeltdach (2001), die Eröffnung eines Museums (2005), aber auch die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift (Lahn-Marmor-Nachrichten) und die Veranstaltung regelmäßiger "Lahn-Marmor-Tage" gehören. 2005 war der überdachte Steinbruch schließlich einer von nur drei hessischen Siegern im Wettbewerb "Die bedeutendsten Geotope in Deutschland". Für seine vielfältigen Aktivitäten erhielt der Verein 2001 den hessischen Denkmalschutzpreis.

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