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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Natursteine auf Berliner Jüdischen Friedhöfen

, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Dienstbereich Berlin, Wilhelmstr. 25 - 30, 13593 Berlin.

Im Rahmen eines von der DBU geförderten Projektes wurden auf 2 Berliner Jüdischen Friedhöfen die Natursteine und ihr Verwitterungszustand kartiert. Der Belegungszeitraum reicht von 1827 bis heute. Eine Fragestellung war, inwieweit sich die zeitliche Verwendung der Natursteine mit der im Berliner Stadtbild deckt oder ob sich in der Friedhofskultur andere Naturstein-Moden entwickelten.

Die Dokumentation umfasste insgesamt 13.284 Grabsteine, 38 % waren hinsichtlich ihres Aufstellungsdatums datierbar.

Der Anteil der einzelnen Gesteinsarten zeigt sehr deutlich den Wandel in ihrer Verwendung zum Ausklang des 19. Jahrhunderts von den Sandsteinen und Marmoren zugunsten der Hartgesteine, insbesondere der dunklen Basalte und Diabase und zugunsten einer größeren Gesteinvielfalt . Diese Entwicklung ist sicherlich für die meisten Friedhöfe typisch. Gewisse Entwicklungen in der Natursteinverwendung entsprechen denen im Berliner Stadtbild, z.B. die bevorzugte Verwendung schlesischer Sandsteine gegenüber den Elbsandsteinen ab 1875 oder auch die zunehmende Verwendung von Kalksteinen ab 1900.

Alle auf dem Friedhof vorgefundenen und bestimmten Gesteinsarten, typische bzw. interessante Verwitterungsphänomene und beispielhafte Restaurierungen sind für ein interessiertes Fachpublikum in einem so genannten Gesteinslehrpfad auf dem Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee zusammengestellt und erläutert. Dabei werden auch auf künstlerische und architektonische Besonderheiten hingewiesen und – soweit bekannt – Daten und Fakten aus dem Leben der Bestatteten erwähnt.

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