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TU Berlin

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1. Arbeitstagung, TU Berlin, 7. - 9. April 2006

Ziele dieser Arbeitstagung waren methodischer und inhaltlicher Austausch, wechselseitiges persönliches Kennenlernen, praktische Anschauung am Beispiel Berlin (geboten in Form von Exkursionen) sowie die Weiterentwicklung des Netzwerkes. Wesen dieser Arbeitstagung war der Austausch unter Aktiven, nicht die Präsentation für etwaige Interessierte. (Letztere ist natürlich auch ein Anliegen des Netzwerkes, wird aber in anderen Zusammenhängen angeboten.)

Veranstalter/Organisation: Veranstalter waren das Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Berlin, insbesondere die Fachgebiete Explorationsgeologie und Angewandte Mineralogie/Petrologie, sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Dienstbereich Berlin (BGR) und die "Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V." (GBB).

Das Organisationskommitee bestand aus Prof. W. Dominik (FG Explorationsgeologie), Prof. G. Franz (FG Angewandte Mineralogie, Petrologie), Prof. J. H. Schroeder (a.D.; früher FG Sedimentologie) von der TU Berlin, Frau Dr. A. Ehling, BGR, sowie Frau Dr. G. Schirrmeister (GBB); federführend war J. H. Schroeder.

Teilnehmer: Eingeladen waren alle, die sich mit Natursteinen in einer Stadt beschäftigen (wollen), das Potenzial der jeweiligen Stein-Ensembles aktivieren (wollen) und zu diesem Zweck Erfahrungen austauschen wollen, also Aktive, nicht bloße Interessenten.

Programm: In 18 Vorträgen und 3 Postern wurden Natursteinensembles aus Städten Deutschlands, gleichzeitig aber Konzepte, Beispiele und Vorschläge für entsprechende Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt.

Exkursionen für Tagungsteilnehmer;

1. Campus der Technischen Universität (G. Schirrmeister): Anhand der Gesteine der Gebäuden zwischen der Straße des 17. Juni, dem Ernst-Reuter-Platz und der Hardenbergstraße lässt sich Bau-, Handels- und Erdgeschichte demonstrieren. Das gilt für das Pflaster der ehemaligen Kurfürstenallee, für Fassaden und Gedenksteine und auch für die Innengestaltung der einzelnen Bauten aus unterschiedlichen Epochen zwischen 1870 und 1970. Beachtenswert sind auch einige gerettete architektonische Spolien. Die Fassade des Hauptgebäudes bietet eine vielfältige farbliche Gliederung durch bewusst ausgewählte Gesteinssorten.

2. Steine im Alten Berlin: Forum Fridericianum, die "geistigen Mitte" Berlins (G. Schirrmeister): In diesem Ensemble kultureller Einrichtungen mit Staatsoper, Humboldt-Universität, Staatsbibliothek und St. Hedwigskathedrale sind auf engstem Raum nach Herkunft und Alter ganz unterschiedliche Gesteine zu sehen. An den Fassaden dominieren Sandsteine aus der Kreidezeit, an den Sockeln von Gebäuden, Denkmalen und Vitrinen findet man diverse verschieden-farbige Granite und Gneise, im Inneren der Gebäude entfalten vor allem polierte Kalksteine und Marmore ihre Pracht.

3. Sandsteine im Berliner Zentrum (A. Ehling): In den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts bestanden ca. 75 % der Natursteinfassaden in Berlin aus Sandsteinen. Insbesondere in der historischen Mitte Berlins finden wir noch sehr viele dieser meist repräsentativen Bauten. Bei einem Rundgang auf der Museumsinsel und Unter den Linden werden Sandsteinarten vorgestellt, auf typische Verwitterungsbilder sowie erfolgte Restaurierungen hingewiesen und alles mit etwas Stadtgeschichte untermalt.

4. Das moderne Berlin - Tiergartendreieck (G. Schirrmeister): Das traditionelle Villen-, Geschäfts- und Diplomatenviertel war nach dem 2. Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Erst 1998 begann die Neubebauung des zwischen Breitscheidplatz und Potsdamer Platz gelegenen Geländes: Es entstanden moderne Gebäude für Botschaften, Banken, Parteien, Verbände, Gewerberäume und Wohnungen. Für deren individuelle attraktive Gestaltung sowie für den Skulpturenboulevard an der Corneliusstraße wurde eine Vielfalt von Naturwerksteinen eingesetzt, die eine nähere Betrachtung verdienen.

5. Hellersdorf Steinreich - Beispiel für Berliner Außenbezirke (H. Schlegel): Gezeigt werden überwiegend polierte Naturwerksteine als Fassaden und Fußböden außen und innen, z.B. Granite, Kalksteine, Sandsteine, Gneise, Marmor, außerdem Granit- und Basaltpflaster sowie Bildhauersandstein insgesamt ca. 20 Sorten, evtl. auch einige Geschiebe.

Kontakt

Prof. Johannes H. Schroeder,
Technische Univ. Berlin, Sekr. EB 10
Ernst-Reuter-Platz 1, 10587 Berlin,
Tel. 030 / 314 24424 Fax 314 79471,
E-Mail:

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