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TU Berlin

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Exkursion I: Naturwerksteine in der Dresdner Altstadt, historisches Zentrum von Dresden

Ferdinand Heinz*, Jan-Michael Lange** & Heiner Siedel***
* Fa. Paros; Am Grünen Grund 4, 01109 Dresden; E-mail:
** Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Museum für Mineralogie und Geol- gie, Sektion Petrographie, Königsbrücker Landstraße 159, D-01109 Dresden, E-mail:
*** Technische Universität Dresden, Institut für Geotechnik, Professur für Angewandte Geologie, 01062 Dresden
E-mail:

Dresden liegt im Südosten des Freistaats Sachsen, in einer Elbtalweitung Morphologie: Stadtzentrum im Elbtal (113 m ü. NN) gelegen, die Ausläufer reichen rechtselbisch über die Lausitzer Überschiebung bis in die Lausitz. Im Stadtgebiet liegt der höchster Punkt 383 m ü. NN, tiefster Punkt 101 m ü. NN.

Die Einwohnerzahl liegt heute bei 500.000. Die Landeshauptstadt Sachsens ist Verwaltungssitz, ein europäisches Zentrum der Mikroelektronikindustrie, Sitz der Technischen Universität, der über 450jährigen Naturhistorischen Sammlungen Dresden (heute Senckenberg) sowie zahlreiche Kultureinrichtungen.

In der Elbezone gelegen, ist der Untergrund des Stadtgebietes durch pleistozäne Elbeschotter- und Heidesand-Terassen, kreidezeitlichen Pläner (Mergelstein), Granodiorite des Lausitz-Antiklinoriums sowie Monzonite des Meißen-Massivs geprägt. Unweit der Stadt Dresden liegen die Abbaugebiete des Lausitzer Granodiorits und einiger Ganggesteine sowie verschiedener bedeutender Sorten des Elbsandsteins. Zu den ältesten Baumaterialien zählt der Pläner aus den südlichen Stadtrandgebieten.

Im Jahre 1206 liegt die erste urkundliche Erwähnung. 1485 erfolgte die Teilung des Wettinischen Gesamtbesitzes, Dresden wird Residenzstadt unter Herzog Albrecht ab 1547 Haupt- und Residenzstadt des protestantischen Kurfürstentums Sachsen. Ab 1700 setzt eine verstärkte Bautätigkeit unter König August II. (dem Starken) ein, seit 1720 (Baureglement Graf Wackerbarth) die Ausprägung des barocken Stadtbildes. 1760 erlebt Dresden erhebliche Zerstörungen im Siebenjährigen Krieg. Die erste deutsche Ferneisenbahn Dresden–Leipzig nimmt 1839 ihren Betrieb auf.

Der Zweite Weltkrieg führt 1945 am 13./14. Februar zur Zerstörung der gesamten Innenstadt (15 km2) durch mehrere Bombenangriffe. Erst 1964 wird der Zwinger als erstes historisches Bauwerk wiedererrichtet. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist der Wiederaufbau der Frauenkirche und ihre Weihe im Jahr 2005.

Auf der Exkursion in der Dresdner Altstadt begegnen uns Natursteinanwendungen, die für das historische Dresden weitgehend repräsentativ sind und aus regionalen Vorkommen stammen. Stationen werden sein:
1 - 3 Dresdner Zwinger 4 Theaterplatz, Denkmal König Johann 5 Schlossplatz 6 Katholische Hofkirche, Innenraum 7 Brühlsche Terrasse, Rietzschel-Denkmal 8 Brühlsche Terrasse, Kunstakademie 9 Brühlsche Terrasse, Semper-Denkmal 10 An der Frauenkirche (Pflaster) 11 Frauenkirche 12 Quartier QF 13 Neumarkt mit Lutherdenkmal, Denkmal Friedrich August II.

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