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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Erfassung und Dokumentation von Naturwerkstein an Chemnitzer Bauten – ein Erfahrungsbericht

Frieder Jentsch
Am Rosenhag 28, 09114 Chemnitz
E-Mail: frieder.jentsch@t-online.de
Web: http://porphyrkugel.de

In der Tat ist Chemnitz eine „steinbunte Stadt“. Über 50 verschiedene Gesteinsarten wurden steinsichtig an Bauwerken verbaut, gerechnet bis zum Jahre 1990. Denkmalpflegerische, bildungspolitische und touristische Gesichtspunkte gaben den Ausschlag, sich mit dieser Sachlage näher zu beschäftigen.

Um für eine anschauliche Darstellung dieses Sachverhaltes eine verwertbare Datengrundlage zu haben, wurde die systematische Erfassung und Dokumentation der im Stadtbild vertretenen Gesteine angeregt. Die Realisierung erfolgte über geförderte Maßnahmen (ABM). Die Ergebnisse wurden zunächst der zuständigen Denkmalbehörde zur weiteren Verwendung übergeben, andere Nutzungen sind mit dem Ziel angedacht, der Stadt Chemnitz ein bisher wenig beachtetes Merkmal ihres Stadtbildes zur Vermarktung zu präsentieren.

Methodisch wurden folgenden Teilschritte gegangen:

  • Formulierung des Anliegens und Benennung des personellen und sonstigen Aufwandes in einem Konzeptpapier
  • Gewinnung eines Trägers der Maßnahme
  • Ausfertigung der Arbeitsunterlagen (Arbeitshilfen und Formblätter für die Datenerfassung)
  • Auswahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Fotografische und handschriftliche Datenerfassung
  • Erarbeitung von Bild- und Textdatenbanken
  • Erstellung von Findhilfsmitteln und eines Begleitberichtes


Alles in allem wurde versucht, einfache Regularien für die Arbeit zu finden, um einen unproblematischen Zugang zu den Daten durch Weiterbearbeiter und Nutzer zu gewährleisten. Fotos und Texte zu den Objekten sind durch die Ortsbenennung, in der Regel die zutreffende oder die unter Richtungsangabe nächstgelegene postalische Adresse, auffindbar.

Bild- und Textdatenbanken bilden so eine Einheit, der Zugriff erfolgt über herkömmliche Programme (WINDOWS, WORD und nach Bedarf ein beliebiges Bildbearbeitungsprogramm). Selbstgewählte Abkürzungen für verschiedene Sachgruppen (Gesteinsarten einschließlich deren Fundorte, Bauwerkstyp, Ortsbezeichnungen usw.) vereinfachten die Arbeit insbesondere im Freien, die unter nahezu allen Witterungsbedingungen unabhängig von der Jahreszeit erfolgte. Ein bestimmter Rhythmus im Tagesablauf bewährte sich, der nicht zuletzt auch durch rein menschliche Bedürfnisse bestimmt wurde.

Die Gesteinsansprache und Benennung weiterer charakteristischer Merkmale der Materialien einschließlich deren Bearbeitungsspuren oblag zunächst dem leitenden Mitarbeiter. Bald jedoch konnten auch die Mitarbeiterinnen nach Erläuterung und Inaugenscheinnahme typischer visuell nachvollziehbarer Unterscheidungskriterien selbst Benennungen vornehmen. Eine Ferndiagnose der Gesteine an schwer zugänglichen Stellen war insofern problematisch, als bei dieser Vorgeh- ensweise die Gefahr zu fehlerhaften Ergebnissen bestand.

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