direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Erfahrungen mit dem "Tag der Steine in der Stadt" am 18.Oktober 2008 in Bremen

Jürgen Pätzold
Fachbereich Geowissenschaften und MARUM, Universität Bremen E-mail:

Zum „Tag der Steine in der Stadt“ wurden am Samstag, den 18. Oktober ein öffentlicher Vortrag und zwei Führungen durch die Innenstadt von Bremen durchgeführt. Die Veranstaltungen wurden vom „Haus der Wissenschaft“ in Bremen (http://www.hausderwissenschaft.de/) organisiert, in der lokalen Presse wiederholt angekündigt und im eigenen Haus durchgeführt. Alle Veranstaltungen waren kostenlos.

Der öffentliche Vortrag wurde im Rahmen der wöchentlichen stattfindenden Vortragsreihe „Wissen um 11“ angeboten. Dieser hat einen festgelegten Zeitrahmen von 30 Minuten und ist in der Regel mit etwa 70 bis 90 Teilnehmern gut besucht. Der öffentliche Vortrag wurde mit dem Titel "Woher kommt der Roland? Naturwerksteine in der Innenstadt von Bremen" angekündigt. Jeder Bremer Bürger kennt die Geschichte des Roland. Aber wer weiß schon, woher die Gesteine kommen, aus dem der Bremer Roland gebaut wurde? Wer kennt schon die Geschichte des so genannten „Bremer Stein“? Und wer weiß schon, woher die Gesteine des Bremer Doms kommen? In dem Vortrag bei „Wissen um 11“ wurden einige wichtige Naturbausteine der Bremer Innenstadt vorgestellt und ihre Geschichte kurz dargestellt. Neben der Herkunft der Gesteine wurden die geologischen Entstehungsbedingungen erklärt und die Erdzeitalter beschreiben, aus denen sie stammen.

Anschließend wurden zwei etwa einstündige Exkursionen durch die Fußgängerzone von Bremen angeboten. Eine davon wurde speziell Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren und Familien mit Kindern gewidmet. Dabei wurden Natursteine ausgewählt, die für das Stadtbild von Bremen charakteristisch sind. Weiterhin wurde beispielhaft auf Gesteine eingegangen, die aus dem magmatischen, sedimentären und metamorphen Bildungsbereich stammen. So konnte der „Kreislauf der Gesteine“ anhand von wenigen Beispielen dargestellt und diskutiert werden. Unter den erwachsenen Teilnehmern befanden sich unter anderen zwei Mitarbeiterinnen der Bremer Touristik-Zentrale BTZ, die die gewonnenen Informationen in ihren eigenen Führungen unterbringen wollten.

Großes Interesse hat vor allem die Führung bei Kindern geweckt. Die Kinder waren zum Teil aus der Schule vorgebildet oder hatten sich bereits selbst mit Steinen und Mineralen beschäftigt. Alle haben sich an dem Frage-und-Antwort-Dialog sehr lebhaft beteiligt. Als Hilfsmittel wurden die üblichen geologischen Werkzeuge (Lupe, Hammer, Salzsäure, Glasscheibe) und auch Handstücke gezeigten Naturwerksteine in einem Handwagen auf die Führung mitgenommen. Auf diese Weise konnten die Gesteine besser angesehen und untersucht werden. Die Veranstaltungen waren mit insgesamt etwa 130 Teilnehmern gut besucht. Die lokale Presse hat mit zwei Zeitungsartikeln über die beiden Stadtführungen zum „Tag der Steine in der Stadt“ in Bremen berichtet. Aufgrund der lebhaften Nachfrage sollen die Veranstaltungen im Jahr 2009 erneut angeboten werden.





Zusatzinformationen / Extras