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Führungen zu den Naturwerksteinen in Berlin: Inhaltliche Varianten und didaktische Aspekte

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Führungen zu den Naturwerksteinen in Berlin: Inhaltliche Varianten und didaktische Aspekte

, Beratung, Gutachten und Stadtführung zu Naturwerksteinen, Ehrenfelsstr. 40, 10318 Berlin.

Gesteinskundliche Stadtexkursionen für Jedermann werden von der Autorin seit 1996 angeboten. Inzwischen liegen Erfahrungen aus 226 Führungen mit 3357 Teilnehmern vor.

Ankündigung/Werbung : Führungen werden angekündigt über verschiedene Veranstaltungskalender, eine eigene Adressenliste, über Führungs-Netzwerke wie „Berlin im Team“ und waren auch Teil des Tourismus-Förderungs-Programms "Schaustelle Berlin". Mittlerweile gibt es einige Firmen, Vereine, Schulen etc. die regelmäßig die Führungen in ihr Programm aufnehmen.

Besucher: Zu den offen angekündigten Führungen kommen einerseits Laien mit elementarem Interesse an Bau- und Stadtgeschichte aus vielen beruflichen Bereichen, anderseits Fachleute verschiedener Disziplinen, die mit Naturwerksteinen befasst sind, also aus der Naturstein- und Baubranche, der Denkmalspflege, der Landschaftsplanung und -gestaltung und den Geowissen-schaften; sie nehmen vielfach die Gelegenheit zu einer Weiterbildung besonderer Art wahr. Diese kommen z.T. in Gruppen gestandener Fachleute oder Auszubildender bzw. Studierender der einzelnen Fachrichtungen. Interessenten kamen bisher aus 54 Städten Deutschlands, 16 europäischen und 19 außereuropäischen Ländern, was z.T. auf den Tourismus, z.T, auf die wirtschaftliche Verflechtung Berlins, speziell der Baubranche zurückzuführen ist.

Routen/Inhalte: Im Laufe der Zeit sind 25 verschiedenen Routen durch das Zentrum von Berlin (Mitte, Tiergarten und Charlottenburg) entwickelt worden. Thematische Klammern dieser Rou-ten sind einerseits besondere Bau-Ensembles (z.B. Museumsinsel, Forum Fridericianum, Kul-turforum, TU-Campus) oder Bautentypen (z.B. Brunnen, Skulpturen, Brücken, Kirchen, Hotels, Botschaften) und andererseits bestimmte Gesteinsgruppen (Findlinge, Magmatische Gesteine, Kalksteine, Sandsteine, Metamorphe Gesteine) oder spezielle Gesteinssorten (z.B. Löbejüner Quarzporphyr, Lahn-„Marmore“). Wichtige behandelte Schwerpunkte sind 1. Petrographie/Genese/Stratigraphie 2. Geographische Herkunft 3. Eignung - Schadensbild - Restaurierung - Ersatz 4. Einsatz in historischen Epochen Bei Veranstaltungen für bestimmte Gruppen wird die Auswahl der auf der einzelnen Führung er-läuterten Bauobjekte und an den Gesteinen behandelten Schwerpunkten auf Interessenslage, Herkunft und Kenntnisstand der Teilnehmer abgestimmt.

Dauer: Es hat sich im Allgemeinen ein Zeitraum von 2 Stunden bewährt. Während dieser Zeit wird die Fülle der gebotenen Informationen von den Teilnehmern begeistert und aufmerksam aufgenommen - ja abgefordert.

Vermittlung: Besonders großer Wert wird auf die verständliche und abwechslungsreiche Vermittlung der verschiedenen Aspekte gelegt und dabei auf die Rückmeldung der Teilnehmer geachtet, d.h. die Erklärung möglichst vieler Sachverhalte erfolgt, wenn die entsprechenden Stichworte aus dem Publikum fallen. Dementsprechend variiert der Verlauf jeder Führung nach den konkreten Interessen der Teilnehmer. Auf diese Weise lernt auch die Führerin auf jeder Tour dazu.

Informationsmaterial: Während der Führungen wird anhand von einschlägigen Pläne, Dia-grammen und Zeichnungen in DIN A1 - A2 Format das Erläuterte illustriert. Zu Vertiefung und Nacharbeit werden die jeweils tour-spezifischen Merkmale und Zusammenhänge in Diagrammen, Plänen und Listen auf einigen DIN A4-Blättern mitgegeben.

Schlussbemerkung: Selbstverständlich ist das Beispiel Berlin nicht 1:1 auf andere Städte zu übertragen. Dieser Bericht soll Anregungen geben - jeder wird für seine Situation beispielhafte oder anpassungsfähige Elemente aufnehmen können, ungeeignete aber aussondern müssen.

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