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Exkursion III

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Exkursion III: Naturwerksteine in der Dresdner Neustadt zwischen Goldenem Reiter und Albertplatz

Ferdinand Heinz
Fa. Paros, Am Grünen Grund 4, 01109 Dresden, E-mail: paros-naturalstone@web.de


Auf dem Rundgang in der Inneren Neustadt betritt man das Gebiet des mittelalterlichen Dorfes Alden Dresden. Seine erste Erwähnung geht auf das Jahr 1350 zurück. Heute wird angenommen, dass die Siedlungsanfänge deutlich älter sind. Im Jahr 1404 gründete der Augustinerorden hier ein Kloster, das heute nicht mehr vorhanden ist. Erste Befestigungsarbeiten begannen 1546 und seit 1549 war das heutige Neustädter Gebiet in die gesamte Befestigungsanlage beiderseits der Elbe eingebunden.

Ein großer Brand vernichtete im Jahr 1685 den größten Teil von Alden Dresden. Der Wiederaufbau nach dem Generalplan von Wolf Caspar von Klengel legte man die heute noch größtenteils erhaltenen Stadtstrukturen an. Auf diese Weise erhielt die Innere Neustadt ihr barockes Gesicht. In diesem Zusammenhang entstand auch die Hauptstrasse, die als Hauptachse von der Residenz bzw. der Augustusbrücke wegführend angelegt wurde. Kurfürst August der Starke nannte 1732 den neu errichteten Stadtteil Neue Königstadt. Später kamen einige klassizistische Bauten hinzu.

Die Dreikönigskirche ist das dominanteste Bauwerk an der Hauptstraße. Neben den barocken Geschosswohnungsbauten erstreckt sich westwärts ein kleines Villenareal mit Gebäuden und Gartenanlagen aus dem 19. Jahrhundert, das den Übergang zum Neustädter Bahnhof, den früheren Schlesischen und Leipziger Bahnhöfen bildet.

Im Zweiten Weltkrieg nahm auch die Innere Neustadt erheblichen Schaden. Besonders die Areale östlich der Hauptstrasse wurden von der Bombardierung sehr in Mitleidenschaft gezogen und sind von 1974 bis 1980 durch eine Neubebauung architektonisch wie stadtstrukturell völlig neu gegliedert worden. Dabei verzichtete man bewusst auf die Einbindung alter Straßenzüge. Es blieben der alte Jägerhof (heute Museum für Sächsische Volkskunst) erhalten, zu den Verlusten zählen u.a. das 1723-28 errichtete Wackerbarthsche Palais, die Katholische Kirche und das Zirkusgebäude Sarrasani von 1912 sowie an der Westseite vom Neustädter Markt das Rathausgebäude (1750-54). Dagegen ist der westlich gelegene Bereich nahezu unverändert erhalten und gehört heute zu den sehenswertesten historischen Quartieren in Dresden. Der Elbsandstein ist hier der markante und architekturprägende Naturwerkstein.

Auf der kleine Exkursion entlang der Hauptstrasse begegnen uns Natursteinanwendungen vom Barock bis zur modernen Zeit mit mindestens vierzehn Sorten. Stationen werden sein:

1. Goldener Reiter, Neustädter Markt (Verweilpunkt) 2. Gedenksäulen/Fahnenmaste zum Besuch von Kaiser Wilhelm I., Neustädter Markt 3. Gedenkwand zur Neubebauung der Hauptstrasse (ehem. Strasse der Befreiung) (Vorbeigehpunkt) 4. Einzelfiguren in der Platanenallee (Vorbeigehpunkt) 5. Haus Nr. 9 (Vorbeigehpunkt) (Verweilpunkt) 6. Kügelgenhaus / Societätstheater (Verweilpunkt) 7. Markthalle (Vorbeigehpunkt) 8. Dreikönigskirche (Verweilpunkt) 9. Fontainenfläche in der Fussgängerzone (Vorbeigehpunkt) 10. Schiller-Denkmal (Verweilpunkt) 11. Albert-Platz, Brunnenanlage (Verweilpunkt) 12. Artesischer Brunnen (Vorbeigehpunkt) Retour 13. Turmseite Dreikönigskirche und Brunnen / Pflasterbelag (Verweilpunkt)


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