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Steine in der Stadt: Freiberg 2009

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Steine in der Stadt: Freiberg 2009

Hilke Domsch*, Tobias Neubert** & Wolfgang Reimer*
* Geokompetenzzentrum Freiberg e.V., Burgstr. 19, 09599 Freiberg
Internet: www.gkz-ev.de, Email: , Tel.: 03731-773714
** Landesinnungsmeister Sachsen, Am Schulberg 1, 09633 Halsbrücke

In Zeiten einer vielfach eher nüchternen und sparsamen Bauweise bestimmen Glas und Beton und eine auf die reine Notwendigkeit reduzierte („Abschreibungs-„) Architektur das neuzeitliche Stadtbild. Damit kontrastieren zwangsläufig künstlerisch wie materialseitig aufwendig gestaltete Bauten, deren facettenreiche Gestaltung mit Natursteinen und liebevolle Restaurierung Zeugnis von der Sehnsucht des Menschen nach kultureller Reife und Anspruch ablegen. Der Naturstein war und ist hier immer das verbindende Medium, das es sich am Beispiel alter wie neuer Bauwerke zu studieren lohnt.

Die unter Leitung von Prof. Dr. Johannes Schröder an der TU Berlin gegründete Initiative „Steine in der Stadt“ greift diese Thematik in ihrer systematischen, grundsätzlichen Ansprache auf und verschreibt sich dem Dokumentieren und „Augen-Öffnen“ auf wertvolle Zeitzeugen im wahrsten Sinne des Wortes „steingewordener“ Architektur im ganzen Land. Die Erfahrung in Berlin zeigt: Nicht nur Geowissenschaftler, Architekten und Steinmetze interessieren sich dafür, sondern auch eine breite Öffentlichkeit.

Insofern beteiligt sich der Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. als Ausrichter des „Mitteldeutschen Natursteintages“ und Mitglied im deutschlandweiten Netzwerk “Steine in der Stadt“ in Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen gern am „Tag der Steine in der Stadt“ mit einem eigenen Beitrag in Freiberg.

Die alte Bergstadt Freiberg besticht nach dem verheerenden Brand von 1485 und nach dem raschen Wiederaufbau in relativ kurzer Zeit nicht mit einer Fülle an verschiedenen Bauwerken aus den nachfolgenden kunstgeschichtlichen Epochen. Hier sind es eher Persönlichkeiten, deren Leben und Aufenthalt in Freiberg einen Bezug zur Stadtlandschaft und zum „Inventar“ setzten. Seien es die Herbergen von Goethe, Napoleon, Zar Peter oder Humboldt oder die von einer aufgeklärten Bürgerschaft gestifteten Denkmäler an die „Größen“ der Stadt, wie Clemens Alexander Winkler, dem Entdecker des Germaniums, oder dem Begründer der Geognosie, Abraham Gottlieb Werner.

Auch in diesem Jahr wird der Zuschauer und Zuhörer durch einen Einführungsvortrag auf die kunstgeschichtliche Bedeutung, die Werksteine in Kunst- und Architektur im mitteldeutschen Raum spielen, eingestimmt werden. Die Stadtexkursion im Anschluss führt durch die Freiberger Altstadt zu den stadtgeschichtlich bedeutenden Bauten und Plätzen mit Werkstein-Zeugnissen hoher bergmännischer, bildhauerischer und architektonischer Kunst. Dieses Mal auf den Spuren von Männern und Frauen, die Freiberger Geschichte schrieben.

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