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"Tag der Steine in der Stadt" – Erfahrungen und Pläne in Berlin

Gerda Schirrmeister
Büro für Beratung, Gutachten und Stadtführung zu Naturwerksteinen, Ehrenfelsstraße 40, 10318 Berlin
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Der „Tag der Steine in der Stadt“ ging in Berlin schon bei seiner ersten Ausrichtung am 18.10.2008, sozusagen beim Testlauf, mit einem vollen Programm ins Rennen. Das Angebot von insgesamt 13 Veranstaltungen war ganz bewusst vielfältig zusammengestellt worden.

Den Auftakt bildeten am Vorabend zwei Vorträge in der Urania: Prof. Johannes Schroeder brachte für Steine in deutschen Städten Anregungen zu Entdeckungen. Die Geologin Dr. Gerda Schirrmeister nahm den Dialog mit dem Steinmetzmeister Andreas Seibert auf, um die Bearbeitung von Naturwerksteinen in der Berliner Baugeschichte nahe zu bringen; Bearbeitungsbeispiele und Werkzeuge konnte man nach den Ausführungen auch mit der Hand begreifen. Die Vorträge waren mit 30 bis 40 Zuhörern recht gut besucht.

Das umfangreiche Führungsangebot startete ebenfalls bereits am Freitag und zwar auf dem Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee, wo Frau Dr. Ehling die Grabsteine erläuterte. Am Samstag konnte man sich dann zu den Sandsteinen auf der Museumsinsel, Naturwerksteinen in der Friedrichstadt oder im Stadtteilzentrum Hellersdorf, zu Findlingen an Kirchen, zum Global-Stone-Projekt im Tiergarten oder durch die Naturwerksteinsammlung im Museum für Naturkunde führen lassen. Die Beteiligung lag zwischen 6 und 18 interessierten Personen, in einem Fall gab es allerdings nur eine Teilnehmerin.

Die Berliner Steinmetz- und Bildhauerinnung veranstaltete von 11 bis 17 Uhr ein Schauhauen an der Berliner Gedächtniskirche. Dieses wurde vom Laufpublikum an derart prominenten Platz gut wahrgenommen. Außerdem gab es auch einen Bericht darüber im Info-Radio in Form eines Interviews mit Prof. Schroeder vor Ort.

Seine Werkstatt an der Prenzlauer Allee öffnete der Steinbildhauer Nikolaus Seubert den ganzen Samstag und etwa 80 Leute kamen, Höhepunkt war ein Friedhofsspaziergang zu den Grabzeichen aus eigener Fertigung.

Einen besonderen Service bot das Natursteinwerk Neuruppin am Samstag an: Zweimal fuhr ein Bus vom Berliner Rathaus nach Neuruppin, damit die Besucher dort die Produktion vom Rohblock bis zur Küchenarbeitsplatte nachvollziehen konnten. Etwa 40 Interessierte ließen sich durchs Natursteinwerk führen und es gab dann zahlreiche begeisterte Rückmeldungen.

Am Samstag eröffnete außerdem die Ausstellung „SteinZeit“ – Skulpturen und Installationen aus Stein von Rudolf J. Kaltenbach und Silvia Fohrer, die dann 4 Wochen lang besichtigt werden konnte. Über diesen langen Zeitraum stellte die Gesamtbesucherzahl von 110 die Künstler nicht wirklich zufrieden, vielleicht hätte eine gemeinsame Führung durch die Ausstellung mit Geologen, wie sie schon mal in der Urania gut angenommen wurde, die Teilnehmerzahl erhöhen können.

Insgesamt schätzen die Beteiligten den Tag der Steine in der Stadt 2008 als Erfolg ein, der 2009 wiederholt werden soll, wobei aus den Erfahrungen heraus, einiges verbessert werden kann. Schwerpunkt sollten Veranstaltungen sein, die den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Praktikern aufnehmen, anregen und intensivieren. Wir möchten mit einem ansprechenden Programm 2009 erreichen, dass sich der Personenkreis, den wir für die Steine in all ihren Facetten begeistern können, weiter vergrößert.

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